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Mobilität
19.01.2026

Grünes Licht für 4-Spur-Ausbau

Die Bahnstrecke zwischen Zürich und Winterthur zählt zu den meistbefahrenen Verbindungen der Schweiz. Jetzt kann sie ausgebaut werden. (Symbolbild)
Die Bahnstrecke zwischen Zürich und Winterthur zählt zu den meistbefahrenen Verbindungen der Schweiz. Jetzt kann sie ausgebaut werden. (Symbolbild) Bild: SBB
Das Bundesverwaltungsgericht ebnet den Weg für das grösste Ausbauprojekt der SBB zwischen Zürich und Winterthur.

Ein zentraler Engpass im Schweizer Bahnnetz wird entschärft: Das Bundesverwaltungsgericht hat die hängigen Beschwerden gegen die Plangenehmigung des Projekts Mehrspur Zürich–Winterthur abgeschrieben. Damit erhält das grösste Ausbauvorhaben der Schweizerische Bundesbahnen definitiv grünes Licht. Die SBB kann nun das Bauprogramm festlegen und die nächsten Schritte einleiten.

Vier Spuren gegen einen der grössten Engpässe

Die Bahnstrecke zwischen Zürich und Winterthur zählt zu den meistbefahrenen Verbindungen der Schweiz und gilt seit Jahren als Nadelöhr im nationalen Bahnverkehr. Mit dem Projekt Mehrspur Zürich–Winterthur wird die Strecke im Auftrag des Bundes auf vier Spuren ausgebaut (wir berichteten).

Kernstück ist eine neue Doppelspur durch den Brüttenertunnel. Ergänzend werden die Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss ausgebaut sowie weitere Anpassungen an der Bahninfrastruktur umgesetzt.

Mehr Angebot für Fernverkehr und S-Bahn

Der Ausbau schafft die Grundlage für deutlich mehr Kapazität im Fern- und Regionalverkehr. Künftig können zwischen Zürich und Winterthur zusätzliche Fernverkehrszüge verkehren. Gleichzeitig bildet das Projekt ein zentrales Schlüsselelement für den weiteren Ausbau der Zürcher S-Bahn. In Kombination mit dem Ausbau des Bahnhofs Zürich Stadelhofen soll im Kernnetz ein Viertelstundentakt als neuer Grundtakt ermöglicht werden.

Entscheidender Schritt im Bewilligungsverfahren

Das Grossprojekt war im Sommer 2023 öffentlich aufgelegt worden. Mit dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts ist das Bewilligungsverfahren nun entscheidend vorangekommen. Für die SBB bedeutet dies Planungssicherheit für eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben der kommenden Jahre.

Fertigstellung in den 2030ern

In einem nächsten Schritt legt die SBB das definitive Bauprogramm fest und informiert die betroffenen Anwohnenden. Die Bauzeit wird sich über rund zehn Jahre erstrecken. Erste Vorarbeiten beginnen Anfang 2026 und umfassen unter anderem Arbeiten an Boden und Gehölz sowie Anpassungen an der Bahntechnik.

Die Kosten für den Ausbau zwischen Zürich und Winterthur belaufen sich auf rund 3,3 Milliarden Franken, mit einer Kostengenauigkeit von plus/minus zehn Prozent. Finanziert wird das Projekt über den Bahninfrastrukturfonds des Bundes. Die Inbetriebnahme des erweiterten Angebots ist ab Mitte der 2030er-Jahre vorgesehen.

Nachfolgend das SBB-Erklärvideo zum Grossprojekt:

Züriunterland24/pw
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