Martin Neukom (Grüne)
Der 39-jährige Winterthurer ist das jüngste Mitglieder der Zürcher Regierung und seit 2019 Baudirektor. Neukom hat sich bislang noch nicht zu den Wahlen 2027 geäussert. Der seit Mai 2025 amtierende Regierungspräsident dürfte aber auch angesichts seines Alters eine weitere Amtszeit anstreben.
Carmen Walker Späh (FDP)
Die Vorsteherin der Volkswirtschaftsdirektion wird bei den Wahlen 2027 69 Jahre alt sein. Ob ihre dritte Amtszeit die letzte sein wird, ist noch unklar. Ihr Partei hatte bereits früh angekündigt, dass sie einen zweiten Sitz zurückerobern will. Walker Späh selber gab sich Ende November 2025 noch bedeckt: "Ich schweige wie ein Grab", liess sie sich im "Tages-Anzeiger" zitieren.
Ernst Stocker (SVP)
Der gelernte Landwirt ist seit 2010 in der Kantonsregierung und damit Amtsältester. Bis 2015 war er Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion, seit 2015 ist er Finanzdirektor. Ob es seiner Partei nach 2023 ein weiteres Mal gelingt, den 70-Jährigen von seiner Pensionierung abzuhalten, ist unwahrscheinlich. Offiziell geäussert hat sich Stocker noch nicht.
Mario Fehr (parteilos)
Sicherheitsdirektor Mario Fehr ist seit 2011 im Amt und 67 Jahre alt. Der umtriebige Asylminister äusserte sich bisher nicht dazu, ob er für eine weitere Amtszeit kandidieren will. Damit lässt er sich wohl bewusst Zeit, um die anderen Parteien etwas zappeln zu lassen. Sein Austritt aus der SP 2021 schadete seiner Popularität nicht. Im Gegenteil: Bei den Gesamterneuerungswahlen 2023 erzielte Fehr als Parteiloser das beste Wahlresultat aller Regierungsratsmitglieder.
Silvia Steiner (Mitte)
Die frühere Kripochefin und Staatsanwältin ist seit 2015 im Amt und inzwischen 67 Jahre alt. Die Bildungsdirektorin äusserte sich bislang noch nicht dazu, ob sie erneut antritt. Eine Kandidatur scheint jedoch eher unwahrscheinlich.
Jacqueline Fehr (SP)
Die 62-Jährige leitet seit 2015 die Justizdirektion. Nun hat sie genug und wird 2027 nicht mehr antreten (wir berichteten). Die ausgebildete Pädagogin verbrachte beinahe ihr gesamtes Berufsleben in der Politik. 1990 holte sie einen Sitz im Winterthurer Gemeinderat, bereits im Jahr darauf wurde sie in den Kantonsrat gewählt. 1998 rückte sie in den Nationalrat nach, wo sie 17 Jahre blieb.
Natalie Rickli (SVP)
Die 49-Jährige ist seit 2019 Gesundheitsdirektorin, davor war sie zwölf Jahre Nationalrätin. Dass sie erneut antritt, scheint wahrscheinlich, noch hat sie sich aber nicht dazu geäussert. Rickli holte bei den Wahlen 2023 am zweitmeisten Stimmen. Die Winterthurerin soll aber auch mit einer Kandidatur für den Bundesrat liebäugeln, in dem der Kanton Zürich seit dem Abgang von Ueli Maurer (SVP) nicht mehr vertreten ist, – wenn dann SVP-Wirtschaftsminister Guy Parmelin dereinst zurücktritt.