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Mobilität
06.01.2026

Züge ins Bündnerland: «Pro Oberland» schlägt Anpassungen vor

Die Anzeigetafel im Zug zeigt den Fahrtverlauf nach Chur als Extrazug an. Der Zug kam aber von Niederweningen – Zürich – Zürcher Oberland.  Das ist nach Ansicht von Pro Oberland noch nicht die einprägsamste Anzeige. Der Zug sollte bereits im Anfangsbahnhof als Direktzug nach Chur angezeigt werden, spätestens aber in Zürich.
Die Anzeigetafel im Zug zeigt den Fahrtverlauf nach Chur als Extrazug an. Der Zug kam aber von Niederweningen – Zürich – Zürcher Oberland. Das ist nach Ansicht von Pro Oberland noch nicht die einprägsamste Anzeige. Der Zug sollte bereits im Anfangsbahnhof als Direktzug nach Chur angezeigt werden, spätestens aber in Zürich. Bild: Pro Oberland/Sandro Hartmeier
Seit Mitte Dezember 2025 verkehren Testzüge vom Zürcher Oberland ins Bündnerland. Die Vereinigung Pro Oberland begrüsst dies, hat aber auch Anpassungsvorschläge.

Im Rahmen eines Markttests wurde an allen Wochenenden im September 2025 die S15 (Niederweningen–Rapperswil) nach Chur verlängert. Zwischen Rapperswil und Chur hielten die Züge in Pfäffikon, Ziegelbrücke, Unterterzen, Sargans, Bad Ragaz und Landquart.

Ein weiterer Test wird seit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 durchgeführt. Bis am 15. März 2026 verkehren die Direktzüge an sämtlichen Wochenenden. Im Sommer 2026 folgt ein dritter Markttest von Anfang Juni bis Ende September. Zum Einsatz kommen 150 Meter lange Regio-Dosto-Züge des Typs RABe 511 (wir berichteten).

Unterstützung und Optimierungswunsch

«Wir begrüssen die umsteigefreien SBB-Testzüge», schreibt die Vereinigung Pro Oberland in ihrer Mitteilung. Man unterstütze die Bestrebungen der SBB, den jahrzehntealten Wunsch nach umsteigefreien Bahn-Verbindungen vom Zürcher Oberland nach Sargans – Landquart – Chur zu führen. Der Gedanke, diese Verbindung mit der S-Bahn zu verknüpfen, ist aus Sicht von Pro Oberland erfolgversprechend: «Die S-Bahnen sammeln in Stadelhofen, Uster, Wetzikon, Bubikon, Rüti, Jona und Rapperswil die Fahrgäste und bringen sie nach Pfäffikon SZ, wo die Fahrt nach einer kurzen Spitzkehre und ohne Umsteigen nach Chur weitergeht», so Pro Oberland weiter.

S5 statt S15

Pro Oberland schlägt jedoch vor, dass im Sommer 2026 anstelle der S15 die S5 als Direktzug nach Chur verlängert wird. «Die S5 verkehrt halbstündlich und eine Viertelstunde verschoben zur S15 und würde dadurch bessere Anschlüsse sowohl im Zürcher Oberland als auch in Landquart – Chur anbieten.» Das wäre jede Stunde möglich, nämlich immer dann, wenn eine der beiden S5, die halbstündlich bis nach Pfäffikon SZ geführt werden, dort aber Richtung Chur ins Leere läuft.

In Pfäffikon besteht nur alle Stunde ein Anschluss auf den IR35 Zürich – Chur. «Wenn die S5 mit einer Spitzkehre in Pfäffikon SZ nach Chur fahren wird, kann sie in das Trassee des nicht verkehrenden halbstündlichen IR35 gelegt werden. Sie würde zwischen Pfäffikon SZ und Chur den fehlenden Halbstundentakt bringen», begründet Pro Oberland ihren Vorschlag.

Bei der Beibehaltung der S15-Lösung blieben die Umsteigezeiten in Landquart und in Chur eher lang, eben um eine Viertelstunde länger als bei einer S5-Lösung. «Mit einer S5-er Lösung werden auch im Oberland die Anschlüsse auf die Buslinien in aller Regel um eine Viertelstunde kürzer, so in Uster, Wetzikon, Bubikon, Rüti und Jona. Im Zürcher Oberland sind die Anschlüsse von anderen Bahn- und Bus-Linien in den Knotenbahnhöfen auf die S5 ausgerichtet.»

Zürioberland24/bt
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